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Nursery Rhyme Collection 1 Nursery Rhyme Collection 2

Wie die Lieder aus der vorherigen Kategorie, so stammen auch die folgenden Nursery Rhymes aus längst vergangenen Zeiten und führen uns auf eine Zeitreise in das England vorheriger Jahrhunderte.

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englischer Text:
Baa Baa, Black Sheep
deutsche Übersetzung:
Baa Baa, schwarzes Schaf
Hörbeispiel:

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Baa baa black sheep
Have you any wool?
Yes sir, yes sir, three bags full.
One for the master,
One for the dame,
And one for the little boy
Who lives down the lane.

(You try singing at home now!)

(And join in with me)

Baa baa black sheep
Have you any wool?
Yes sir, yes sir, three bags full.
One for the master,
One for the dame,
And one for the little boy
Who lives down the lane.

(Your turn to sing again, louder still!
I can't hear you!)

(Let's all sing together, last time!)

Baa baa black sheep
Have you any wool?
Yes sir, yes sir, three bags full.
One for my master,
One for my dame,
And one for the little boy
Who lives down the lane.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury

Baa, baa, schwarzes Schaf,
hast du etwas Wolle?
Ja mein Herr, ja mein Herr, drei ganze Taschen voll.
Eine für meinen Herrn
und eine für die Dame
und eine für den kleinen Jungen
der da unten in der Gasse wohnt.

(Jetzt versucht ihr zuhause zu singen!

(Jetzt mit mir)

Baa, baa, schwarzes Schaf,
hast du etwas Wolle?
Ja mein Herr, ja mein Herr, drei ganze Taschen voll.
Eine für meinen Herrn
und eine für die Dame
und eine für den kleinen Jungen
der da unten in der Gasse wohnt.

(Jetzt seid ihr wieder dran, lauter, noch lauter! Ich kann euch nicht hören!)

(Jetzt zum letzten Mal alle zusammen)

Baa, baa, schwarzes Schaf,
hast du etwas Wolle?
Ja mein Herr, ja mein Herr, drei ganze Taschen voll.
Eine für meinen Herrn
und eine für die Dame
und eine für den kleinen Jungen
der da unten in der Gasse wohnt.

Geschichtlicher Hintergrund
Wie meist bei Kinderliedern, die von Generation zu Generation weitergereicht werden - weniger vielleicht im Deutschen, weil im Deutschen der Text öfter auch von bekannten Dichtern stammt - ist der historische Kern unklar. Unter Umständen bezieht sich dieser Nursery Rhyme auf die Besteuerung von Wolle. Seit 1275 gibt es ein Gesetz über die Besteuerung von Wolle. Dieses war bis in das 15 Jahrhundert hinein gültig. Der Master entspräche dann der Person des Königs, der bekommt einen Teil. Die Dame könnte die Kirche sein, die regiert ja in den Herzen (allerdings ergibt sich eine Abgabe nicht aus diesem Gesetz). Ein Drittel verbliebe demnach für den eigentlichen Produzenten.

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deutsche Übersetzung:
Jungen und Mädchen kommen raus zum Spielen
Hörbeispiel:

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Girls and Boys
come out to play,
The moon does shine
as bright as day;
Come with a whoop,
And come with a call,
Come with a good will
or not at all.

Loose your supper,
And loose your sleep,
Come to your playfellows
in the street;
Up the ladder
and down the wall.
A halfpenny loaf
will serve us all.

But when the loaf is gone,
What will you do?
Those who would eat
must work
't(h)is true.
You find milk,
And I'll find flour,
And we'll have pudding
in half an hour

Girls and Boys come
out to play,
The moon does shine
as bright as day;
Come with a whoop,
And come with a call,
Come with a good will or not at all.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury
Orchestral Arrangement: Rick Benbow

Jungen und Mädchen
kommen raus zum Spielen
Der Mond scheint
so hell wie der Tag
Komme mit einem Jauchzer
Und komm mit einem Aufruf,
Komme mit gutem Willen
oder gar nicht.

Verpasse dein Abendbrot
Und verpasse deinen Schlaf,
Komme zu deinen Spielkameraden
auf die Straße
Herauf die Leiter
und herunter von der Mauer
Ein Halb-Penny-Laib Brot
wird uns allen genügen

Aber wenn der Laib weg ist,
Was wirst du machen?
Diejenigen, die essen
müssen arbeiten,
Das ist wahr
Du findest Milch
Und ich werde Mehl finden
Und wir werden einen Pudding haben
In einer halben Stunde

Jungen und Mädchen kommen
raus zum Spielen
Der Mond scheint
so hell wie der Tag
Komme mit einem Ruf
Und komm mit einem Aufruf,
Komme mit gutem Willen oder gar nicht.

Geschichtlicher Hintergrund
Das Lied reiht sich ein in die lange Kette der Volkslieder, die von Kinderarmut, Kinderarbeit handeln. Das gleiche Thema findet sich beispielsweise bei Little Tommy Tucker. Die Kinder sind darauf angewiesen, sich durch Arbeit den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen (hose who would eat must work, this is true). Zum Spielen bleibt den Kindern also nur der Abend (the moon does shine as bright as day). Ob sie das Abendbrot verpassen (loose your supper), weil sie spielen gehen, oder ob schlicht gar keines da ist, ist unklar. Die Verse "a halfpenny loaf, will serve us all" lassen vermuten, dass es zumindest nicht allzu üppig ausfällt und man das wenige brüderlich teilen muss. Trotzdem hat dieser traditionelle Nursery Rhyme auch eine tröstliche Botschaft: Ganz gleich, wie wenig wir haben, wenn wir es teilen und zusammenstehen, dann können wir die harte Zeit gemeinsam durchstehen (you find milk, and I'll find flour) und wir können unser Leben dann sogar genießen (and we'll have pudding in half an hour).
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englischer Text:
London's Burning
deutsche Übersetzung:
London brennt
Hörbeispiel:

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London's burning, London's burning.
Fetch the engines, fetch the engines.
Fire fire, Fire Fire!
Pour on water, pour on water.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts

London brennt, London brennt.
Ran an die Maschinen, ran an die Maschinen,
Feuer, Feuer, Feuer, Feuer!
Schütt Wasser aus, schütt Wasser aus.

Geschichtlicher Hintergrund
Man vermutet, dass sich das Lied auf den großen Brand von London bezieht. The Great Fire Of London zerstörte zwischen dem 2. und 5. September 1666 etwa 80% der Fläche Londons und machte 100.000 Bewohner obdachlos. Die Bevölkerung war gerade davor erst von der letzten großen Pestwelle heimgesucht worden. Letztlich hat London auch diese Katastrophe bewältigt, wie auch andere Katastrophen davor und danach.
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deutsche Übersetzung:
Kleiner Jack Horner / kleine Miss Muffet
Hörbeispiel:

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Little Jack Horner
Sat in the corner
Eating his Christmas pie,
He stuck in his thumb
And pulled out a plum
And said
"What a good boy am I
What a good boy am I"

Little Miss Muffet
Sat on her tuffet,
Eating her curd and whey;
Along came a spider,
And sat down beside her,
Frightened Miss Muffet away, oh yeah
Frightened Miss Muffet away

Little Jack Horner
Sat in the corner
Eating his Christmas pie,
He stuck in his thumb
And pulled out the plum
And said
"What a good boy
What a good boy
What a good boy am I"

Words: Traditional
Music: Ian J Watts

Der kleine Jack Horner
Saß in der Ecke
Aß seinen Weihnachtskuchen
Er steckte seinen Daumen hinein
Und zog eine Pflaume heraus
Und sagte
„Was für ein guter Junge ich bin
Was für ein guter Junge ich bin“

Die kleine Miss Muffet
Saß auf einem Hocker
Aß ihren Quark und Molke
Vorbei kam eine Spinne
und setzte sich neben sie
Und Miss Muffet fortschreckte, oh yeah
Und Miss Muffet fortschreckte

Der kleine Jack Horner
Saß in der Ecke
Aß seinen Weihnachtskuchen
Er steckte seinen Daumen hinein
Und zog die Pflaume heraus
Und sagte
„Was für ein guter Junge
Was für ein guter Junge
Was für ein guter Junge ich bin“

Geschichtlicher Hintergrund
Hierbei haben wir es mit 2 historischen Reimen zu tun, die wir zu einem Song aneinander gefügt haben, da sie beide ähnlich klingen und dasselbe Versmaß benutzen. Ian J Watts hat die beiden Rhymes neu vertont.

Der erste Teil „Little Jack Horner“, handelt von einem Jungen der einen christmas pie, damit ist wahrscheinlich ein plum pudding gemeint (der aber wiederum nicht notwendigerweise Pflaumen enthält). In diesen wiederum steckt er seinen Finger und zieht eine Pflaume heraus. Das ganze kommentiert er dann: „What a good boy I am.“ Stark ist schon das Bild, dass jemand in einer Ecke sitzt, aus einem Kuchen eine Pflaume pult und dies für eine Leistung hält. Das Bild wird oft benutzt, unter Berufung auf eben dieses Lied, etwa von Lordy Byron und Sir James Fitzjames Stephen, um einen Heuchler zu beschreiben.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Text etwas sinnlos erscheint. Wäre er aber so sinnlos, wie es offensichtlich den Anschein hat, dann hätte es das Lied kaum geschafft, Bestandteil des kollektiven Bewusstseins zu werden. Unsinn gibt es viel, aber der verschwindet nach einer Zeit wieder. Wahrscheinlicher ist also, dass es irgendeine Bedeutung hat, die in einem bestimmten Zeitraum auch erfasst wurde.

Eine mögliche Erklärung ist diese. Little Jack Horner wird gedeutet als der Sekretär des Bischofs von Glastboury, Richard Whiting (1461 - 1539). Dieser Bischof ahnte, dass die Enteignung der Klöster durch Heinrich VIII nach dessen Loslösung von der katholischen Kirche nicht vor Glastboury halt mache würde. König Heinrich VIII haben wir schon oft erwähnt. Er war der Vater jener Maria I Tudor (mit dem vielsagenden Beinamen "Bloody Mary"), die durch eine der zahlreichen Ehen ihres Vaters erstmal um ihren Thron gebracht wurde, später aber doch Königin von England wurde und alles daran setzte, England wieder katholisch zu machen, siehe Mary, Mary Quite Contrary). Doch zurück zum Bischof von Glastboury: Um der drohenden Enteignung zuvorzukommen, schickt er seinen Sekretär zu Heinrich VIII, eben jenen Jack Horner, mit einem Kuchen, in den die Besitzurkunden von 12 Landhäusern eingebacken waren. Diese Methode scheint damals üblich gewesen zu sein, um sich vor Dieben zu schützen, zumindest gibt es noch andere Nursery Rhymes, wo ähnliches geschieht. Die wertvollste dieser Urkunden, die des Landgutes The Manor of Mells, ist die Pflaume, die er aus dem Kuchen herausstocherte. (Alternativ kann man auch die katholische Kirche an sich als den Kuchen betrachten, aus dem er eine Pflaume heraustocherte.)

Der Versuch den Appetit Heinrichs VIII auf Land und Reichtum mit diesen Landgütern zu stillen, scheiterte natürlich, man kann ja auch schlecht jemandem etwas schenken, was dieser sich ohnehin mit Gewalt aneignen konnte. Richard Whiting wurde des Verrats angeklagt, weil er sich nicht offiziell vom Katholizismus löste, was natürlich nur ein Vorwand war, um an die wertvollen Ländereien und Güter zu gelangen. Bei diesem Prozess wurde als Zeuge der Anklage Jack Horner geladen, der seinen ehemaligen Dienstherren schwer belastete. Ob Horner das Landgut The Manor of Mells wegen seiner Verdienste für den König übereignet bekam oder aufgrund der Urkunde, ist unklar. Auf jeden Fall waren die Nachfahren eben dieses Horners bis in das 20. Jahrhundert Besitzer des Landgutes. Selbstverständlich bestreiten diese den oben genannten Zusammenhang. Bedenkt man, dass es noch ein zweites Kinderlied gibt, das so beginnt...

Hopton, Horner, Smith and Finn,
when the abbots went out, they came in.

... dann wird der skizzierte historische Zusammenhang noch wahrscheinlich. Hier steht Horner, der oben genannte, in einer Reihe mit wirtschaftlich erfolgreichen Protestanten, Hopton, Smith und Finn. Diese kauften Ländereien der katholischen Kirche nach der Enteignung zu Schleuderpreisen auf.

Das Lied „Little Miss Muffet“ wird oft in Verbindung gebracht mit dem Insektenkundler Dr. Muffet (1553-1604). Dieser schrieb die erste wissenschaftliche Abhandlung über Insekten, wissenschaftlich zumindest nach den Maßstäben der damaligen Zeit. Eine seiner Spinnen soll über den Tisch gelaufen sein, als seine Stieftochter gerade frühstückte, woraufhin diese entsetzt die Flucht ergriff.
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englischer Text:
Lavender's Blue
deutsche Übersetzung:
Das Blau des Lavendel
Hörbeispiel:

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Lavender's blue, dilly dilly, lavender's green,
When you are King, dilly dilly, I shall be Queen.
Who told you so, dilly dilly, who told you so?
'Twas my own heart, dilly dilly, that told me so.

Call up your friends, dilly, dilly set them to work,
Some to the plough, dilly dilly, some to the fork.
Some to the hay, dilly dilly, some to thresh corn,
Whilst you and I, dilly dilly, keep ourselves warm.

Lavender's blue, dilly dilly, lavender's green
When you are King, dilly dilly, I shall be Queen
Who told you so, dilly dilly, who told you so?
'Twas my own heart, dilly dilly, that told me so.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Rick Benbow

Das Blau des Lavendel, dilly, das Grün des Lavendel,
wenn du ein König wärest, dann wäre ich Königin.
Wer hat dir das erzählt, dilly, wer hat dir das erzählt?
"Mein Herz war es, dilly, dilly, dass mir das erzählt hat."

Ruf deine Freunde, dilly, dilly, und lass sie arbeiten,
Einige an den Pflug, dilly, dilly, andere an die Heugabel,
Einige an das Heu, dilly, andere sollen Korn dreschen,
während du und ich, dilly, dilly, uns warm halten

Das Blau des Lavendel, dilly, das Grün des Lavendel,
wenn du ein König wärest, dann wäre ich Königin.
Wer hat dir das erzählt, dilly, wer hat dir das erzählt?
"Mein Herz war es, dilly, dilly, dass mir das erzählt hat."

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englischer Text:
Oranges And Lemons
deutsche Übersetzung:
Orangen und Zitronen
Hörbeispiel:

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"Oranges and lemons"
say the bells of St. Clement's
"You owe me five farthings"
say the bells of St. Martin's
"When will you pay me?"
say the bells of Old Bailey
"When I grow rich"
say the bells of Shoreditch
"When will that be?"
say the bells of Stepney
"I do not know"
say the great bells of Bow
"Here comes a candle
to light you to bed
And here comes a chopper
to chop off your head!”

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts
Orchestral Arrangement: Rick Benbow

"Orangen und Zitronen",
sagten die Glocken von St. Clement,
"Du schuldest mir fünf Farthings",
sagten die Glocken von St.Martins
"Wann wirst du mich bezahlen",
sagten die Glocken von Old Bailey,
"Wenn ich reich bin",
sagten die Glocken von Shoreditch,
„Wann wird das sein?“,
fragten die Glocken von Stepney
"Ich weiß nicht",
sagten die großen Glocken von Bow,
"Hier kommt eine Kerze,
um dich zu Bett zu bringen
und hier kommt ein Hackmesser,
dir den Kopf abzuhacken!"

Geschichtlicher Hintergrund
Der historische Hintergrund dieses Nursery Rhymes ist hier etwas klarer und bezeugt auf jeden Fall eine große Menge Galgenhumor. Bis auf die Glocke von Old Bailey handelt es sich um Kirchenglocken von Kirchen, die, abgesehen von St. Clements, in Armutsvierteln lagen. Ein Händler von St.Clements hat also irgendjemandem Organgen und Zitronen verkauft, worauf dieser ihm fünf farthings (1 Farthing = 1/4 Penny) schuldet, welche letzterer aber nicht bezahlen kann. Er wird beim Old Bailey angeklagt, das ist die Glocke des Gerichtsgebäudes. Dort wird er gefragt, wann er gedenkt zu bezahlen, worauf er antwortet, dass er bezahlen wird, wenn er reich ist. Diese Auskunft war wohl nicht zufriedenstellend, worauf jemand geholt wird (der Henker nämlich), der ihm Heim leuchtet ("Here comes the candle to light you to bed) und ihm den Kopf abschlägt ("and here comes the chopper to chop off your head"). Zahlungsunfähigkeit galt damals als Diebstahl und die Strafen hierfür waren drastisch.

Der Text wirkt insbesondere in der deutschen Übersetzung doch recht drastisch. Dass dieses in England nun gerade zu einem der beliebtesten englischen Kinder(!) - Lieder gehört, erscheint schwer verständlich. Ebenso unverständlich: Warum wird dieser Nursery Rhyme oft als Schlaflied eingesetzt. Unsere Nachfragen bei englischen Familien ergaben, dass all diese Einwände bezüglich der "Political Correctness" bei den "normalen" Engländern kaum eine Rolle spielen. Traditionell singt man dieses Lied beim Schlafengehen. Wer selber einmal damit beschäftigt war, kleine Kinder abends zum Schlafen zu bewegen, weiß um die damit verbundenen Probleme, welche sich folgendermaßen zusammenfassen lassen: Die Kinder wollen nicht schlafen. Dabei kommt nun Oranges & Lemons ins Spiel. Während der Strophen zappelt das Kind noch herum und wird dabei angemessen animiert und bespaßt. Dann - bei der Textzeile mit dem Chopper - wird das Kind eingefangen, ins Bett geworfen, zugedeckt und schläft vor Glück und Erschöpfung tief und sanft. Schön ,oder?
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englischer Text:
See Saw Margery Daw
deutsche Übersetzung:
See Saw Margery Daw
Hörbeispiel:

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See saw Margery Daw
Jacky shall have a new master
He shall earn but a penny a day
Because he can't work any faster

See saw Margery Daw
Jacky shall have a new master
He shall earn but a penny a day
Because he can't work any faster

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury

See saw Margery Daw
Jacky shall have a new master
He shall earn but a penny a day
Because he can't work any faster

See saw Margery Daw
Jacky shall have a new master
He shall earn but a penny a day
Because he can't work any faster

Geschichtlicher Hintergrund
"See saw" ist eine Schaukel, die Melodie passt so in etwa zum Auf- und Ab einer Schaukel. Der Name Margery Daw ist frei erfunden. Wie bei vielen Nursery Rhymes ist auch hier die Bedeutung der Silben (vor allem für Kinder!) kaum relevant. Es geht bei diesem traditionellen englischen Kinderlied vielmehr um den Rhythmus, den wohlklingenden Reim und den Zusammenklang der Silben. Aus der Sicht eines Erwachsenen betrachtet ist der Text durchaus bösartig, ja sogar zynisch und unter Umständen eine Anspielung auf die damals verbreitete Kinderarbeit (vgl. "Little Tommy Tucker" oder "Girls And Boys Come Out To Play").
Jacky arbeitet nicht schnell genug, bekommt also bald einen neuen Herrn. Der zahlt ihm dann nur einen Penny am Tag, weil er nicht schneller arbeiten kann.
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deutsche Übersetzung:
Die Brücke Londons bricht zusammen
Hörbeispiel:

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London Bridge is falling down,
Falling down, falling down,
London Bridge is falling down,
My fair Lady.

Take a key and lock her up,
Lock her up, lock her up
Take a key and lock her up
My fair Lady.

How will we build it up?
Build it up, build it up?
How will we build it up?
My fair Lady

Build it up with silver and gold,
Silver and gold, silver and gold,
Build it up with silver and gold,
My fair Lady.

Gold and Silver I have none,
I have none, I have none.
Gold and Silver I have none,
My fair Lady.

Build it up with Pins and Needles,
Pins and Needles, Pins and Needles.
Build it up with Pins and Needles,
My fair Lady.

Pins and Needles bend and break,
Bend and break, bend and break.
Pins and Needles bend and break,
My fair Lady.

Build it up with wood and clay,
Wood and clay, wood and clay,
Build it up with wood and clay,
My fair Lady.

Wood and clay will wash away,
Wash away, wash away,
Wood and clay will wash away,
My fair Lady.

Build it up with stone so strong,
Stone so strong, stone so strong.
Build it up with stone so strong,
My fair Lady.

Stone so strong will last so long,
Last so long, last so long.
Stone so strong will last so long,
My fair Lady.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts
Orchestral Arrangement: Rick Benbow

Die Brücke Londons bricht zusammen,
Die Brücke Londons bricht zusammen,
bricht zusammen, bricht zusammen
Meine werte Dame

Nimm einen Schlüssel und schließ sie ein,
schließ sie ein, schließ sie ein,
Nimm einen Schlüssel und schließ sie ein,
Meine werte Dame

Wie sollen wir sie bauen?
Sollen wir sie bauen, sollen wir sie bauen?
Wie sollen wir sie bauen?
Meine werte Dame?

Bau sie aus Silber und Gold,
Silber und Gold, Silber und Gold,
Bau sie aus Silber und Gold
Meine werte Dame

Gold und Silber hab ich nicht,
hab ich nicht, hab ich nicht.
Gold und Silber hab ich nicht,
Meine werte Dame

Bau sie aus Nadeln und Stecknadeln,
Nadeln und Stecknadeln.
Bau sie aus Nadeln und Stecknadeln,
Meine werte Dame

Nadeln und Stecknadeln biegen und brechen,
biegen und brechen, biegen und brechen,
Nadeln und Stecknadeln biegen und brechen
Meine werte Dame

Bau sie mit Holz und Lehm,
Holz und Lehm,
Bau sie mit Holz und Lehm,
Meine werte Dame

Holz und Lehm werden weggespült,
werden weggespült, werden weggespült,
Holz und Lehm werden weggespült
Meine werte Dame

Bau sie aus ganz hartem Stein,
hartem Stein, hartem Stein,
Bau sie aus ganz hartem Stein,
Meine werte Dame

So harter Stein wird lange halten,
lange halten, lange halten,
So harter Stein wird lange halten,
Meine werte Dame

Geschichtlicher Hintergrund
Auch bei diesem bekannten englischen Kinderlied lassen sich die historischen Zusammenhänge nicht mehr exakt rekonstruieren. Dennoch gibt es einige klare Anhaltspunkte: Es ist die Rede von der Brücke die Rede ist, welche die City of London mit dem Stadtteil Southwark verbindet. An dieser Stelle befindet sich seit über 2000 Jahre eine Brücke, die erste bauten die Römer, aus Holz, um das Jahr 50 vor Christus.

Überliefert ist, dass sie im Jahre 1014 beim Angriff der Dänen abgefackelt wurde, aber wir dürfen getrost annehmen, dass sie in den 1000 Jahren dazwischen schon ein paar mal zusammengebrochen war. Überliefert ist dann noch eine Zerstörung aus dem Jahre 1091 und 1136. Also das "falling down", der Zusammenbruch, hat ganz ohne Zweifel einen historischen Kern. Jenseits dieser trivialen Feststellungen, wird es aber dünn. Der Nursery Rhyme suggeriert, dass es Meinungsverschiedenheit gab bezüglich der zu verwendenden Baumaterialien. Dies ist historisch nicht überliefert. Schon der Bau von 1209 bestand aus Stein. Eine Brücke aus Gold und Silber zu bauen, ist auch ein bisschen abwegig. Auch die verschiedentlich vertretenen Ausführen zu dem Vers "Take a key and look her up", "Nimm einen Schlüssel und schließ sie ein", sind abwegig. Behauptet wird, dass der damalige Aberglaube besagte, dass ein Kind oder eine Jungfrau entweder tot oder lebendig in das Fundament eingemauert werden müsse, damit die Brücke hält. Allerdings lässt sich nicht beweisen, dass dies auch tatsächlich mal geschehen ist. Auch im Hinblick auf die "Fair Lady" gibt es nur Vermutungen. Am plausibelsten, aber dennoch ziemlich unplausibel, erscheint die These, dass es sich hierbei um Eleonore de Provence handelt. An diese flossen ab 1269 die Zolleinnahmen. Diese hätten zumindest zum Teil dazu verwendet werden sollen, die Brücke instand zu halten, was jene Dame aber wohl nicht tat.

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deutsche Übersetzung:
Oh je, was kann der Grund sein?
Hörbeispiel:

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Oh, dear! What can the matter be?
Dear, dear! What can the matter be?
Oh, dear! What can the matter be?
Johnny's so long at the fair.

He promised to buy me a bunch of blue ribbons,
He promised to buy me a bunch of blue ribbons,
He promised to buy me a bunch of blue ribbons
To tie up my bonnie brown hair.

Oh, dear! What can the matter be?
Dear, dear! What can the matter be?
Oh, dear! What can the matter be?
Johnny's so long at the fair.

He promised to bring me a basket of posies
A garland of lilies, a gift of red roses
A little straw hat to set off the blue ribbons
That tie up my bonnie brown hair.

Oh, dear! What can the matter be?
Oh, dear! What can the matter be?
Oh, dear! What can the matter be?
Johnny's so long at the fair.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury

Oh je, was kann der Grund sein?
Oh je, was kann der Grund sein?
Oh je, Gott! Was kann der Grund sein,
Dass Johnny so lange auf dem Markt verweilt?

Er hat versprochen ein Bündel blauer Bänder zu kaufen,
Er hat versprochen ein Bündel blauer Bänder zu kaufen,
er hat versprochen ein Bündel blauer Bländer zu kaufen,
um mein schönes, braunes Haar zusammenzubinden

Oh je, Was kann der Grund sein?
Oh je, Was kann der Grund sein?
Oh je, Gott! Was kann der Grund sein,
Dass Johnny so lange auf dem Markt verweilt?

Er hat versprochen mir einen Strauß Blumen zu bringen
eine Girlande aus Lilien, rotes Rosen als Mitbringsel,
einen kleinen Strohut, um die blauen Bänder zu ersetzen,
die mein schönes, braunes Haar zusammenzubinden

Oh je, Was kann der Grund sein?
Oh je, Was kann der Grund sein?
Oh je, Gott! Was kann der Grund sein,
Dass Johnny so lange auf dem Markt verweilt?

Ein charmantes Kinderlied über eine Dame, die sich augenscheinlich sorgt um einen jungen Mann, der sich nach einem Markt- bzw. Kirmesbesuch verspätet. Doch es wird recht schnell klar, dass sie sich weniger Sorgen macht um den jungen Mann als vielmehr um die Dinge, die er ihr mitzubringen versprochen hat.
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englischer Text:
Little Tommy Tucker
deutsche Übersetzung:
Kleiner Tommy Tucker
Hörbeispiel:

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Little Tommy Tucker
sings for his supper,
What shall we give him?
Brown bread and butter.
How shall he cut it without a knife?
How shall he marry without a wife?

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury

Der kleine Tommy Tucker
er singt für ein Abendbrot
das einzige, wofür er singt,
ist weißes Brot und Butter.
Wie kann er es schneiden, ohne ein Messer?
Wie kann er heiraten, ohne eine Frau?

Geschichtlicher Hintergrund
Das Kinderlied lässt sich leichter historisch einordnen, denn Tommy Tucker war eine weit verbreitete Bezeichnung für Waisenkinder, die in Waisenhäusern aufwuchsen. Diesen blieb oft als einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, das Singen auf der Straße ("he sings for his supper", "er sing für sein Abendbrot"). Schwierig war es für Waisen auch, eine Frau zu finden, weil sie in der Hierarchie der Gesellschaft ganz unten standen. Auf dieselbe Melodie singt man im deutschsprachigen Kulturraum Oh du lieber Augustin. Unter dem Link findet sich eine ausführliche Darstellung der Entstehungsgeschichte des deutschsprachigen Kinderlieder-Klassikers vom ewigen Verlierer Augustin.
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englischer Text:
Shoo Fly, Don't Bother Me
deutsche Übersetzung:
Husch Fliege, nerv mich nicht
Hörbeispiel:

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Shoo fly, don’t bother me,
Shoo fly, don’t bother me,
Shoo fly, don’t bother me,
Cos’ I belong to somebody.

Shoo fly, don’t bother me,
Shoo fly, don’t bother me,
Shoo fly, don’t bother me,
Cos’ I belong to somebody.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury

Husch, Fliege, nerv mich nicht
Husch, Fliege, nerv mich nicht
Husch, Fliege, nerv mich nicht
Ich gehöre schon jemandem

Husch, Fliege, nerv mich nicht
Husch, Fliege, nerv mich nicht
Husch, Fliege, nerv mich nicht
Ich gehöre schon jemandem

Geschichtlicher Hintergrund
Ein uraltes englisches Kinderlied, mit einem existentiell bedrohlichen Hintergrund. Fliegen sind Überträger einiger Krankheiten, z.B. Malaria. Möglicherweise handelt das Lied auch von der Pest. Diese wurde zwar nicht durch Fliegen übertragen sondern eher durch Flöhe aber das wußten die Menschen vergangener Jahrhunderte natürlich noch nicht.
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englischer Text:
Goosey Goosey Gander
deutsche Übersetzung:
Goosey Goosey Gander
Hörbeispiel:

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Goosey Goosey Gander
Where shall I wander?
Upstairs and downstairs,
In my Lady's chamber;
There I met an old man
Who wouldn't say his prayers,
I took him by the left leg and
Threw him down the stairs.

Goosey Goosey Gander
Where shall I wander?
Upstairs and downstairs,
In my Lady's chamber;
Where I'll find a cup of sack*
And a race of ginger
And you'll find a family
Harbouring this singer.

Goosey Goosey Gander
Where shall I wander?
Upstairs and downstairs,
In my Lady's chamber;
Old father Long-Legs
Can't say his prayers,
Take him by the left leg and
And throw him down the stairs.


Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts

Im Gänsemarsch, im Gänsemarsch
Wohin soll ich wandern?
Treppe hoch und Treppe runter
Ins Vorzimmer meiner Dame
Wo ich einen alten Mann treffe
Der seine Gebete nicht sprechen will
Ich schnapp ihn mir am linken Bein
Und werf ihn die Treppe herunter.

Im Gänsemarsch, im Gänsemarsch
Wohin soll ich wandern?
Treppe hoch und Treppe runter
Ins Vorzimmer meiner Dame
Wo ich einen Kelch mit Wein finde
Und eine Ginger-Wurzel
Und du wirst eine Familie finden,
Die dem Sänger Unterschlupf gewährt.

Im Gänsemarsch, im Gänsemarsch
Wohin soll ich wandern?
Treppe hoch und Treppe runter
Ins Vorzimmer meiner Dame
Der alter Vater Langbein
Kann seine Gebete nicht sprechen,
Nimm ihn am linken Bein
Und werf ihn die Treppe herunter.

* die Wortherkunft des Begriffes "sack" ist äußerst interessant. Er stammt aus der Zeit Shakespeares und findet sich auch in einem seiner Werke: Will't please your lordship drink a cup of sack? ...I ne'er drank sack in my life... (aus: The Taming of the Shrew, 1594). Der Begriff bezieht sich also ganz offensichtlich nicht auf einen Gegenstand, der irgendetwas sackartiges an sich hat - auch wenn "sack" im heutigen Englisch genau dieselbe Bedeutung hat wie im Deutschen. Vielmehr handelt es sich hier um einen trockenen französischen Wein. Die Erklärung ist einfach: Der englische Begriff "sack" (auch "seck") geht zurück auf das französische Wort "sec", also "trocken". Das französische "sec" leite sich wiederum ab aus dem lateinischen "siccua", also trocken. Ein "cup of sack" wird dadurch also zum Glas trockenen französischen Weins. Wieso eigentlich "cup"? Trank man edle Tropfen damals aus Porzellantassen? Eher nicht. Mit "cup" bezeichnet man hier einen Kelch. Ob dieser nun aus Silber, Gold oder etwas weit profanerem gefertigt war, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.

Geschichtlicher Hintergrund
In dem Nursery Rhyme geht es einmal mehr um die durch Heinrich VIII verursachte Erschütterungen in Folge der Abspaltung von der katholischen Kirche. Goosey Goosey Gander könnte man in diesem Zusammenhang mit Gänsemarsch übersetzen, weil sich die Spione langsam an die Häuser heranschlichen um zu schauen, ob sich nicht in irgendeinem Vorzimmer oder Hinterzimmer, ein katholischer Priester versteckt, der falsch bzw. gar nicht predigt, weil er es nach Katholiken Art auf Lateinisch und nicht auf Englisch tut. Erwischten sie einen solchen Prediger, wurde dieser, wie auch die Familie, die ihm Unterschlupf gewährte, bestraft, wobei es mit die Treppe runterwerfen wohl nicht getan war. Dass dieser Priester dann am linken Bein geschnappt wurde, könnte damit zusammenhängen, dass Katholiken „left-footer“ genannt wurden, aus welchen Gründen auch immer.
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englischer Text:
Cock A Doodle Doo
deutsche Übersetzung:
Cock A Doodle Doo
Hörbeispiel:

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Cock-a-doodle-doo,
My dame has lost her shoe!
My master's lost
his fiddling stick,
And doesn't know what to do,
Doesn't know what to do,
Oh, sing Cock-a-doodle-doo
My master's lost
his fiddling stick,
And doesn't know what to do. Yeah!
Cock-a-doodle-doo!

What is my dame to do?
Till master's found
his fiddling stick
She'll dance without her shoe.
She'll dance without her shoe,
Yes, sing Cock-a-doodle-doo
Till master's found
his fiddling stick
She'll dance without her shoe
Cock-a-doodle-doo!

My dame has found her shoe,
And master's found
his fiddling stick,
Sing doodle-doodle-doo.
Doodle-doodle-doo,
Cock a doodle-doo,
Master's found
his fiddling stick,
Sing doodle-doodle-doo.
Cock-a-doodle-doo!

My dame will dance for you,
While master fiddles
with his fiddling stick,
For dame and doodle-doo.
For dame and doodle-doo,
For dame and doodle-doo,
While master fiddles
his fiddling stick,
For dame and doodle-doo.
Yeah, dame and doodle-doo,
Oh, sing Cock-a-doodle-doo
Cock-a-doodle-doo
Kickeriki....

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts

Cock-a-doodle-do
Meine Dame hat ihren Schuh verloren
Mein Herr hat seinen
Geigenbogen verloren
und weiß nicht, was er tun soll
weiß nicht, war er tun soll
Oh, sing Cock-a-doolde-doo
Mein Herr hat
seinen Geigenbogen verloren
und weiß nicht, was er tun soll. Yeah!
Cock-a-doodle-doo!

Was soll meine Dame machen?
bis mein Herr den
Geigenbogen gefunden hat
Sie wird tanzen ohne ihre Schuhe
Sie wird tanzen ohne ihre Schuhe
Ja, singe Cock-a-doodle-doo
bis mein Herr den seinen
Geigenbogen gefunden hat
Wird sie tanzen ohne ihre Schuhe
Cock-a-doodle-doo!

Meine Dame hat ihren Schuh gefunden
und mein Herr hat
seinen Geigenbogen gefunden
Sing doodle-doodle-doo
doodle-doodle-doo
cock a doodle-doo
Mein Herr hat
seinen Geigenbochen gefunden
Sing doodle-doodle-doo
Cock-a-doodle-doo!

Meine Dame wird für dich tanzen
Während mein Herr mit einem Geigenbogen
die Geige spielen wird
Für die Dame und doodle-doo
Für die Dame und doodle-doo
Für die Damte und doodle-doo
Während mein Meister
fideln wird mit dem Geigenbogen
für die Dame und doodle-doo
yeah, die Dame und doodle-doo
oh, singe ein cock-a-doodle-doo
cock-a-doodle-doo
kickericki

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englischer Text:
The Grand Old Duke Of York
deutsche Übersetzung:
Der große alte Duke of York
Hörbeispiel:

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The grand old Duke of York,
He had ten thousand men,
He marched them up to the top of
The hill and he marched
Them down again.

And when they were up they were up.
And when they were down they were down.
And when they were
only half way up,
They were neither up nor down.

Oh, The grand old Duke of York,
He had ten thousand men,
He marched them up to the top of
The hill and he marched
them down again.

And when they were up they were up.
And when they were down they were down.
And when they were
only half way up,
They were neither up nor down.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Mike Wilbury
Orchestral Arrangement: Rick Benbow

Der große alte Duke of York
der hatte zehntausend Mann,
er ließ sie auf den Hügel steigen
und dann ging er mit ihnen
wieder hinunter

Und als sie oben waren, waren sie oben
und als sie unten waren, waren sie unten.
und wenn sie ihn zur Hälfte
hochmarschiert waren,
waren sie weder unten noch oben

Der große alte Duke of York
der hatte zehntausend Mann,
er ließ sie auf den Hügel steigen
und dann ging er mit ihnen
wieder hinunter

Und als sie oben waren, waren sie oben
und als sie unten waren, waren sie unten.
und wenn sie ihn zur Hälfte
hochmarschiert waren,
waren sie weder unten noch oben

Geschichtlicher Hintergrund
Dieses englische Kinderlied ist nun insofern eine Ausnahme, also ein konkrete geschichtliche Figur genannt wird, der Duke of York. Dieser rennt mit einer Armee, insoweit beschreibt das Lied unstrittig einen wahren Sachverhalt, denn Armeen rennen ja immer reichlich sinnfrei durch die Gegend, einen Hügel hinab und hinunter. Nach allgemeiner Auffassung, wobei die Faktenlage aber ausgesprochen dünn ist, handelt es sich um Prince Frederik, Duke of York and Albany. Dieser führte im Jahre 1793 die englische Armee in Flandern gegen die französische Armee unter dem Kommando von Joseph Souham und Jean Moreau und wurde in der Schlacht von Tourcoing vernichtend geschlagen. Das Problem dabei ist, dass es dort keinen Hügel gibt, den man hätte hinauf- und hinunterlaufen können. Die konkreten Zahlen stimmen natürlich auch nicht. Tatsächlich bestanden die Armeen aus jeweils 70 000 Mann. Wer will, kann dem Lied aber entnehmen, dass das "gemeine" Volk mit angeborenem Mutterwitz Situationen realistischer beurteilt, als die herrschende Schicht. In jedem Fall ist der Song eine äußerst spöttische Persiflage auf militärischen Drill und militärischen Unfug.

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englischer Text:
Ring A Ring O' Roses
deutsche Übersetzung:
Ring, ein Ring O' Roses
Hörbeispiel:

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Ring a ring o' roses
A pocketful of posies
"a tissue, a tissue
We all fall down!"

Ring a ring o' roses
A pocketful of posies
"a tissue, a tissue
We all fall down!"

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Rick Benbow

Ring, ein Ring O' Roses
Eine Tasche voller Blumen
"ein Tuch, ein Tuch"
Wir fallen alle hin

Ring, ein Ring O' Roses
Eine Tasche voller Blumen
"ein Tuch, ein Tuch"
Wir fallen alle hin

Geschichtlicher Hintergrund
Auch bei diesem uralten Kinderlied gibt es verschiedene Erklärungsversuche den historischen Kern betreffend. Manche vermuten einen Zusammenhang mit der im 13 Jahrhunder grassierenden Beulenpest (allerdings passt die Symptombeschreibung dann nicht), andere mit der Pestepedemie in England 1665. Behauptet wird, dass ringförmige Muster auf der Haut, wie man sie von Zeckenbissen kennt, für die Beulenpest typisch sind. Das ist nicht der Fall. Behauptet wird weiter, dass die an dieser Krankheit Erkrankten Blumensträuße mit sich führten, um den Geruch einzudämmen. A tissue, a tissue (ein Taschentuch, ein Taschentuch) könnte als Andeutung auf Husten und Schnupfen verstanden werden, das sind aber keine Symptome der Pest. Das mit dem "fall down", "fall hin", passt dann eher, denn unbehandelt ist die Pest tödlich. So rein mit dem gesunden Menschenverstand kann man vermuten, dass irgendeine Krankheit der historische Kern des Liedes ist, unklar allerdings ist, um welche es sich genau handelt. Das Lied wird oft gesungen in Verbindung mit einem Spiel. Die Kinder fassen sich an den Händen und tanzen im Kreis. Bei den Wörtern "We all fall down" lassen Sie sich fallen.

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englischer Text:
Pop, Goes The Weasel
deutsche Übersetzung:
Zum Pfandhaus geht das Wiesel
Hörbeispiel:

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All around the cobbler's Bench
The monkey chased the weasel.
The monkey thought t’was all in fun,
Pop, goes the weasel.

A penny for a spool of thread,
A penny for a needle.
That’s the way the money goes,
Pop! goes the weasel.

That’s the way the money goes,
Pop! goes the weasel.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts

Um die Bank des Schusters herum
jagt der Affe das Wiesel
Der Affe meint es ist nur Spaß,
zum Pfandhaus geht das Wiesel

Ein Penny für eine Spule Garn
Ein Penny für eine Nadel,
So ist' s wenn Geld die Hände wechselt
zum Pfandhaus geht das Wiesel

So ist' s wenn Geld die Hände wechselt
zum Pfandhaus geht das Wiesel

Geschichtlicher Hintergrund
Der Sinn des Nursery Rhymes "Pop, Goes the Weasel" ist endgültig nicht rekonstruierbar, es gibt sehr viele Interpretationen. Im Kontext erscheint diese Theorie plausibel: Pop goes the weasel wäre ein, heute nicht mehr gebräuchlicher, Ausdruck für etwas verpfänden. Diese Theorie wird noch plausibler, wenn man einen Vers berücksichtigt, die in dieser Version fehlt.

Up and down the City Road
In and out the Eagle
That's the way the money goes

Die City Road rauf und runter
Außerhalb und Innerhalb des Eagle
So ist das wie das Geld die Hände wechselt

Eagle ist ein Pub, eine Kneipe. In einer Kneipe lassen Leute manchmal mehr Geld für Alkohol liegen, als langfristig günstig erscheint. Das ganze Lied würde dann also von einem Schuster (cobbler) handeln, der von einem Affen (monkey) zum Narren gehalten wird. Dieser Affe, also der Kneipenwirt, findet das natürlich lustig, aber das Wiesel, der Schuster, verpfändet sein Hab und Gut. Zuerst die Nadeln (needle) und dann die Spule. Diese Interpretation lässt sich natürlich durch nichts, absolut nichts, irgendwie belegen, aber zumindest haben die Verse dann einen Sinn.
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englischer Text:
Old King Cole
deutsche Übersetzung:
Der alte König Cole
Hörbeispiel:

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Old King Cole was a merry old soul,
And a merry old soul was he;
He called for his pipe,
And he called for his bowl,
And he called for his fiddlers three.
Ev'ry fiddler had a fiddle so fine,
And a very fine fiddle had he.
Oh there's none so rare
As can compare,
With King Cole and his fiddlers three.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts/Rick Benbow

Old King Cole war eine fröhliche alte Seele,
ein fröhliche alte Seele war er.
Her rief nach seiner Flöte,
und er rief nach seiner Trommel
und er rief nach seinen drei Geigern.
Jeder Geiger hatte ein so eine feine Geige
und so eine feine Geige hatte er,
dass es nicht so eigenartiges gab,
was man vergleichen könnte
mit King Cole und seinen drei Geigern

Geschichtlicher Hintergrund
Ein professioneller Historiker wird von dem Deutungsversuch, diesen Nursery Rhyme mit dem König Cole in Verbindung zu bringen, wenig bis gar nichts halten. Coel Hen ist eine geschichtliche Figur, das ist die einzig gesicherte Erkentniss, im Norden Schottlands. Er wurde nach dem Zusammenbruch der römischen Vorherrschaft in England zu einer bedeutenden Gestalt. Sein Beiname war "der Alte". Nimmt man also Cole für Coel und seinen Beinamen dann kommt man zu Old Cole. König war er zwar nicht aber sowas ähnliches. So kommt man dann zu Old King Cole. Egal wer es ist, er hat auf jeden Fall mit drei Geigern (fiddlers) musiziert. Pipe als ein Wort für Flöte ist dokumentiert. Die bowl (Becken) irgendeine Art von Trommel.

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englischer Text:
Cobbler, Cobbler
deutsche Übersetzung:
Schuster, Schuster
Hörbeispiel:

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One two three four!
Cobbler, cobbler,
mend my shoe.
Get it done by half past two.
Half past two is much too late!
Get it done by half past eight.
Stitch it up, and stitch it down,
And I'll give you a half a crown.

Cobbler, cobbler, mend my shoe.
Give it one stitch and give it two.
Give it three an' give it four!
Give it all it needs so give it some more.
Stitch it up, and stitch it down,
And I'll give you a half a crown.

Words: Traditional
Music: Ian J Watts

Eins, zwei, drei!
Schuster, Schuster,
reparier meine Schuhe,
Bekomme es fertig bis halb nach zwei.
Halb nach zwei ist viel zu spät,
Bekomme es fertig bis halb nach acht
Nähe herauf und nähe herunter
Und gebe Dir eine halbe Krone geben.

Schuster, Schuster,
reparier meine Schuhe,
Bekomme es fertig bis halb nach zwei.
Halb nach zwei ist viel zu spät,
Bekomme es fertig bis halb nach acht
Nähe herauf und nähe herunter
Und gebe Dir eine halbe Krone geben

Geschichtlicher Hintergrund
Im Rahmen unserer Nursery Rhymes sind uns schon einige traditionelle Handwerksberufe begegnet, etwa der hatter (Hutmacher), bakersman (Bäcker), butcher (Metzger), candlestick maker (Kerzengiesser).

In dieser Reihe darf natürlich der Schuster nicht fehlen: The cobbler. Unser spezieller Schuster neigt entweder zu recht langsamer Arbeit oder er hat einen äußerst ungeduldigen Kunden. So etwas soll es ja auch heute noch geben. Also sowohl das eine als auch das andere.

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englischer Text:
One, Two, Buckle My Shoe
deutsche Übersetzung:
Eins, zwei, schnall meinen Schuh
Hörbeispiel:

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One, two, buckle my shoe
Three, four, knock at the door
Five, six, pick up sticks
Seven, eight, lay them straight
Nine, ten, a big fat hen
oh yeah!

Eleven, twelve, dig and delve
Thirteen, fourteen, maids a-courting
Fifteen, sixteen,
maids in the kitchen
Seventeen, eighteen,
maids in waiting
Nineteen, twenty,
my plates empty, yeah!

One two buckle my shoe
Three, four, knock at the door
Five, six, pick up sticks
Seven, eight, lay them straight
Nine, ten,
do it again,
oh yeah!

One two buckle my shoe
Three, four, knock at the door
Five, six, pick up sticks
Seven, eight, lay them straight
Nine, ten, a big fat hen
oh yeah!

Eleven, twelve, dig and delve
Thirteen, fourteen, maids a-courting
Fifteen, sixteen,
maids in the kitchen
Seventeen, eighteen,
maids in waiting
Nineteen, twenty, my plates empty,
Oh yeah

Words: Traditional
Music: Ian J Watts

Eins, zwei, schnall meinen Schuh
Drei, vier, klopf an die Tür
Fünf, sechs, heb Stöcke auf.
Sieben acht, lege sie gerade hin
Neun, zehn, eine dicke fette Henne
oh yeah!

Elf, zwölf, grabe und vertiefe dich
Dreizehn, vierzehn, Mägde umwerben
Fünfzehn, sechzehn,
Mägde in der Küche
Siebzehn, achtzehn,
Mägde in Wartestellung
Neunzehn, zwanzig,
mein Teller ist leer, yeah!

Eins, zwei, schnall meinen Schuh
Drei, vier, klopf an die Tür
Fünf, sechs, heb Stöcke auf.
Sieben acht, lege sie gerade hin
Neun, zehn,
mach es noch einmal
oh yeah!

Eins, zwei, schnall meinen Schuh
Drei, vier, klopf an die Tür
Fünf, sechs, heb Stöcke auf.
Sieben acht, lege sie gerade hin
Neun, zehn, eine dicke fette Henne
oh yeah!

Elf, zwölf, grabe und vertiefe dich
Dreizehn, vierzehn, Mägde umwerben
Fünfzehn, sechzehn,
Mägde in der Küche
Siebzehn, achtzehn,
Mägde in Wartestellung
Neunzehn, zwanzig, mein Teller ist leer
Oh yeah

Das ist die Liga

Im Wald stehen Buchen
Und du musst suchen
Im Wald stehen Tannen
und du musst fangen


Es ist also ein Abzählreim. Diese sind, das ist auch im Deutschen so, meist weitgehend sinnfrei.

Ene dene dippe denne
dippe denne dalia
eppe bebbe bembio
piu piu puff


Wie so oft steht der Rhythmus und die Reime der Endsilben im Vordergrund. Das Lied wurde erstmals 1805 veröffentlicht, historische Quellen berichten jedoch, dass dieser Reim bereits im Jahre 1780 in Massachusetts Verwendung fand. Ein schönes Beispiele dafür, wie englisches Kulturgut zusammen mit den Auswanderern nach Nordamerika gelangte und dort ebenso wie in England als nationales Kulturerbe betrachtet wird. Variation des Reimes tauchen auf in verschiedensten Werken wie zum Beispiel dem Roman von Agatha Christie One, Two, Buckle My Shoe von 1940 (deutscher Titel: Das Geheimnis der Schnallenschuhe) oder der populären Filmserie „A Nightmare on Elmstreet“ (1984).

Unsere Vertonung des Nursery Rhymes geht musikalisch ganz offensichtlich in eine völlig andere Richtung als alle bisherigen Vertonungen des Liedes und erinnert nicht ganz zufällig an den Sound der britischen Band The Kinks.

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englischer Text:
Little Boy Blue
deutsche Übersetzung:
Kleiner Junge Blau
Hörbeispiel:

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Little Boy Blue
Come blow your horn,
The sheep are in the meadow
The cow's in the corn.
But where is the boy
who looks after the sheep?
He's under a
haystack fast asleep.
Will you wake him?
No, not I
For if I do,
he's sure to cry
If I do,
he's sure to cry

Little Boy Blue
Come blow your horn,
The sheep are in the meadow
And the cow's in the corn.
But where is the boy
who looks after the sheep?
He's under
a haystack fast asleep.
Will you wake him?
No, not I
For if I do,
he's sure to cry
If I do,
he's sure to cry

Words: Traditional
Music: Ian J Watts

Kleiner Junge Blau,
komm, blas in dein Horn,
Die Schafe sind auf der Weide,
Die Kuh ist auf dem Getreidefeld
Aber wo ist der Junge
Der die Schafe hütet?
Er liegt unter
einem Heuhaufen fest schlafend
Wirst du ihn wecken?
Nein, nicht ich
Denn wenn ich es tue,
wird er sicherlich weinen
Wenn ich es tue,
wird er sicherlich weinen

Kleiner Junge Blau,
komm, blas in dein Horn,
Die Schafe sind auf der Weide,
Und die Kuh auf dem Getreidefeld
Aber wo ist der Junge
Der die Schafe hütet?
Er liegt unter
einem Heuhaufen fest schlafend
Wirst du ihn wecken?
Nein, nicht ich
Denn wenn ich es tue,
wird er sicherlich weinen
Wenn ich es tue,
wird er sicherlich weinen

Geschichtlicher Hintergrund
Die einzige sichere Erkenntnis dieses Kinderlied betreffend ist die, dass es in Tommy Thumb's Little Song Book (1744) aufgeführt ist. Wer will, kann darin eine Konstellation erkennen, die vielleicht typisch ist. Ein blauer Junge, er wird oft mit Cardinal Wolsey in Verbindung gebracht, einem Geistlichen, der unter Heinrich VIII vom einfachen Geistlichen zu einem der mächtigsten Männer der damaligen Zeit aufstieg, dann aber so tief fiel, wie er vorher gestiegen war, bläst ein Horn.

Wer ein Horn bläst, macht auf jeden Fall auf sich aufmerksam. Die Schafe und die Kühe, die auf dem Getreidefeld stehen, also üppig genährt sind, stehen für Reichtum, allerdings scheint derjenige, der auf sie acht geben soll, seinen Pflichten nicht nachzukommen, er schläft unter einem Heuhaufen. Der blaue Junge der das Horn bläst, die Farbe Blau ließe sich erklären, akzeptiert man, dass es sich hierbei um Cardinal Wolsey handelt, durch die blauen Tiger in dessen Wappen, macht also nicht nur auf sich aufmerksam, wenn er das Horn bläst, sondern er riskiert, denjenigen zu wecken, der eigentlich die Kühe und Schafe hüten soll. Dem wird dann unter Umständen bewusst, dass er hintergangen wird, so dass er toben wird, he’s sure to cry. Diese Konstellation existiert zweifelsohne häufig. Wer krumme Dinger dreht, sollte keine schlafenden Hunde wecken.

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deutsche Übersetzung:
Tschüss Schaukelbaby* / Eins für Kummer
Hörbeispiel:

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Bye, baby bunting*
Daddy's gone a hunting**
To get a little rabbit skin
To wrap his baby bunting in

Bye, baby bunting
Daddy's gone a hunting
To get a little lambie skin
To wrap his baby bunting in

One for sorrow
Two for joy
Three for a girl
And four for a boy
Five for silver
And six for gold
Seven for a secret,
Never to be told
Eight for a letter over the sea
Nine for a lover as true as can be

Bye, baby bunting
Daddy's gone a hunting
A rosy wisp of cloud to win
To wrap his baby bunting in
Bye, baby bunting
Mummy's gone a-milking,
Sister's gone a-silking,
Brother's gone to buy a skin

One for sorrow
Two for joy
Three for a girl
And four for a boy
Five for silver
Six for gold
Seven for a secret,
Never to be told
Eight for a letter over the sea
Nine for a lover as true as can be

Bye, baby bunting
Daddy's gone a hunting
To fetch a little rabbit skin
To wrap his baby bunting in

Words: Traditional
Music: Ian J Watts

Tschüss Schaukelbaby*
Vati ist jagen gegangen**
um ein Hasenfell zu kriegen
womit er sein Schaukelbaby einwickeln kann

Tschüss Schaukelbaby
Vati ist jagen gegangen
um ein Hasenfell zu kriegen
womit er sein Schaukelbaby einwickeln kann

Eins für den Kummer
zwei für die Freude
drei für ein Mädchen
und vier für einen Jungen
fünf für Silber
und sechs für Gold
sieben für ein Geheimnis
dass nie wird offenbart
acht für einen Brief nach Übersee
neun für einen Liebhaber so treu wie nur möglich

Tschüss Schaukelbaby
Vati ist auf die Jagd gegangen
um einen Streifen einer rosigen Wolke zu ergattern
um sein Baby damit einzuwickeln
Tschüss Schlummerbaby
Mutti ist melken gegangen**
die Schwester ist weben gegangen**
der Bruder ist eine Haut kaufen gegangen

Eins für die Trauer
zwei für die Freude
drei für das Mädchen
und vier für den Jungen
fünf für Silber
sechs für Gold
sieben für das Geheimnis
Das nie wird offenbart
acht für einen Brief nach Übersee
neun für einen Liebhaber so treu wie nur möglich

Tschüss schaukelndes Baby
Vater ist jagen gegangen
um eine kleine Hasenhaut zu fangen
um damit sein
schaukelndes Baby einzuwickeln

Sprachlicher und geschichtlicher Hintergrund
* baby bunting ist ein Problem. Bunting hat mehrere Bedeutungen. Es ist zum Beispiel ein bestimmter Stoff, der für Fahnen etc. verwendet wird. Das fällt dann schon mal aus. Dann ist bunting noch so eine Art tragbares Bett, nur aus Stoff, mit Kaputze. Da könnte man was konstruieren, Schlummerbaby oder so. Dann ist bunting wohl noch zärtlich für dick, rundlich etc.. Da fällt dem Autor keine Übersetzung ein. Dann gibt es im Schottischen noch das Verb to bunt, eine Wiege mit dem Fuß schaukeln. Grammatikalisch ist das dann zwar falsch, das bunting baby wäre dann nämlich ein Baby, das eine Wiege schaukelt, nicht aber eines, das geschaukelt wird, aber vielleicht haben die Schotten das ja nicht richtig verstanden. Tobt das Baby in der Wiege, dann schaukelt die auch. Als Schaukelbaby erscheint dem Autor jetzt das naheliegendste.

** Das englische Kinderlied hält noch andere linguistische Rätsel für die interessierte Öffentlichkeit parat.

Daddy's gone a hunting
Mummy's gone a-milking
Sister's gone a-silking


Fangen wir mal von vorne an. Die Konstruktion

Daddy has gone hunting

würde uns nicht erschüttern. Eine –ing Form ist entweder ein present participle oder ein gerund und ein gerund ist nun mal im Englischen ein Verbalsubstantiv und als Verbalsubstantiv ist es meistens mit einem Infinitiv ins Deutsche zu übersetzen, der eben ebenfall ein Verbalsubstantiv sein kann.

Daddy has gone hunting.
Vati ist gegangen fischen. (Vati ist fischen gegangen.)

Nach demselben Schema würde man auch ein Substantiv drankleben, was ja logisch ist, denn das gerund ist nun mal ein Verbalsubstantiv:

Daddy has gone to the office.
Vait ist ins Büro gegangen.

No problem bis hierher. Aber was hat das „a“ da verloren?

Daddy has gone a-hunting

Um es kurz zu machen: Diese Form, also mit einem „a“ dazwischen ist heute extrem ungebräuchlich. Das einzig wirklich bekannte Beispiel dafür ist wohl Bob Dylan:

„The times they are a-changing.“

Man kann jetzt natürlich spekulieren, wie das „a“ dahin kommt. Eine mögliche Erklärung wäre, dass im Englischen das Gerund sehr viel stärker als der deutsche Infinitiv als Verbalsubstantiv aufgefasst wird, da liegt es dann nahe, auch noch gleich einen Artikel davor zu setzen. Angemerkt sei noch, dass Sie besser daran tun, sich die oben genannten Sätze NICHT einzuprägen. Sie haben, außer dem genannten, noch ein paar andere Probleme.

Sie sehen bei diesem Nursery Rhyme nun etwas, was oft passiert ist im Laufe der Jahrhunderte: Zwei Lieder wurden ineinander geschoben, was die Lektüre und das Verständnis natürlich erschweren würde, gäbe es da nicht den treuen, pflichtbewussten Chronisten, also den Autor dieser Zeilen, der das, was die Musen den Künstlern im Rausch der Inspiration eingaben, wortlos und sinnentrückt, durch das Wort und den Logos wieder in die Welt der Sinne und des Verstandes rückt. Ich vermute, Sie haben noch nie darüber nachgedacht, aber Apollo ist Licht, Klarheit, aber auch Chef der Musen. Entwirren wir also den Knäuel, den die Inspiration schuf in ihrem Rausch.

Das erste Lied ist ganz offensichtlich Bye Baby Bunting, das zweite Lied ist One for sorrow. Hier geht es um einen Vogel, genau genommen um die Elster, auf Englisch "magpie". Je nachdem wie oft selbige einem an einem Tag begegnet, lassen sich Rückschlüsse auf das zukünftige Schalten und Walten der Parzen, der Göttinen des Schicksals, machen.

Begegnet einem eine Elster, dann wird es traurig, bei zweien wird es fröhlich, bei dreien, wird’s ein Mädchen, bei vieren ein Junge etc. etc. Wir zweifeln natürlich nicht an der objektiven Wahrheit und der empirischen Relevanz, wir haben nur Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit. Kinder wissen wahrscheinlich heute gar nicht, wie eine Elster aussieht, so dass sie einigermaßen desorientiert herumstehen, weil sie schlicht keine entdecken können. Um dieser misslichen Situation abzuhelfen, hier ein Bild einer Elster.

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deutsche Übersetzung:
Es war eine alte Frau, die in einem Schuh lebte
Hörbeispiel:

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There was an old woman
Who lived in a shoe,
She had so many children
She didn't know what to do!
So she gave them some broth
Without any bread,
And she whipped them all soundly
And sent them to bed!

There was an old woman
Who lived in a shoe,
She had so many children
She didn't know what to do!
Then out went th' old woman
To bespeak 'em a coffin,
And when she came back,
She found 'em all a-loffeing.



Words: Traditional
Music: Ian J Watts/Joanne Vernon

Es war eine alte Frau,
die in einem Schuh lebte,
Sie hatte so viele Kinder,
dass sie nicht wußte, was sie tun sollte!
Daher gab sie ihnen etwas Brühe
ganz ohne Brot,
und sie peitsche sie alle gründlich aus
Und schickte sie zu Bett!

Es war eine alte Frau,
die in einem Schuh lebte,
Sie hatte so viele Kinder,
dass sie nicht wußte, was sie tun sollte!
Dann ging die alte Frau aus
Um ihnen einen Sarg zu bestellen
Und als sie zurückkam,
Fand sie alle lachend

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englischer Text:
Jack Sprat
deutsche Übersetzung:
Jack Sprat
Hörbeispiel:

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Jack Sprat could eat no fat
His wife could eat no lean
And so betwixt the two of them
They licked the platter clean.

Words & Music: Traditional
Arrangement: Ian J Watts

Jack Sprat konnte kein Fett essen
Seine Frau kein Magerfleisch,
so dass sie hin- und hergerissen,
den Teller sauber leckten

Geschichtlicher Hintergrund
Es ist immer davon auszugehen, dass der Text eines traditionellen Nursery Rhymes irgendeinen Sinn hat. Wäre er völlig absurd, hätte er sich nicht im kollektiven Gedächtnis der Engländer festgesetzt. Zu irgendeinem Zeitpunkt müssen die Kinderlieder verständlich gewesen sein. Hier allerdings wird es sehr problematisch, weil die Erklärungen, die man zu diesem Nursery Rhyme findet, sich auf Ereignisse im 12 Jahrhundert beziehen. Das Englische jener Zeit, das sogenannten Mittelenglisch, weicht aber vom heutigen Englisch so weit ab, wie das Mittelhochdeutsche vom heutigen Hochdeutsch. Niemand weiß also, wieviele Transformationen der Text im Laufe der Zeit durchlaufen hat. Kurzum, wie haben es mit einem handfesten, wissenschaftlichen Problem zu tun. Nimmt man das gesamte Lied - hier findet nur die erste Strophe Verwendung - wird es eher noch verwirrender als klarer.

Jack Sprat could eat no fat
His wife could eat no lean
And so betwixt the two of them
They licked the platter clean

Jack ate all the lean,
Joan ate all the fat.
The bone they picked it clean,
Then gave it to the cat

Jack Sprat was wheeling,
His wife by the ditch.
The barrow turned over,
And in she did pitch.

Says Jack, "She'll be drowned!"
But Joan did reply,
"I don't think I shall,
For the ditch is quite dry.".
Jack Sprat konnte kein Fett essen
Seine Frau kein Magerfleisch,
so dass sie hin- und hergerissen,
den Teller sauber leckten

Jack aß all das Magerfleisch
Joan das ganze Fett
Sie nagten den Knochen sauber
und gaben ihn der Katze

Jack schob
seine Frau den Graben entlang
da fiel der Karren um
und sie fiel ihn den Graben

Jack sage, „Sie wird ertrinken!“
doch Joan antwortete
„Das denke ich nicht,
Denn der Graben ist trocken“

Da also Jack Sprat kein Fett essen konnte, seine Frau Joan kein Magerfleisch, aß Jack Pratt das Magerfleisch und seine Frau das Fett, das ist naheliegend. Sie taten dies, bis der Teller völlig sauber war und nagten dann auch noch den Knochen ab, den sie wiederum der Katze gaben, für die dann, wer immer die Katze sein mag, nicht mehr viel übrig blieb. Offensichtlich hat Jack den Karren gesteuert, vielleicht weil er König war, seine Frau aber dabei in den Graben gesetzt. Was aber nicht besonders schlimm war, sie hat es wohl überlebt, was ja normalerweise nicht der Fall ist. Setzt ein König den Karren in den Sand, dann ist die Königin meistens auch fällig, wie das Schicksal von Marie Antoinette zeigt.

Das Lied wird oft in Verbindung gebracht mit Prince John und Joan, der Erbin des Earl of Gloucester. Allerdings lässt sich diese Theorie durch nichts, absolut nichts, beweisen.

Der im Lied genannte John ist nach dieser Theorie der Bruder von Richard Löwenherz (1157 – 1199) , Johann ohne Land (1167 – 1216) , welcher wieder verheiratet war mit Isabel, Countess of Cloucester (1170–1217), das wäre die im Liede genannte Joan. Die Ehe wurde aber geschieden, da sie kinderlos war. Johann ohne Land wiederum war von seinem Bruder Richard Löwenherz für die Dauer des Kreuzzuges zur Rückeroberung Jerusalems als König von England eingesetzt worden, opponierte aber gegen diesen, unter anderem dadurch, dass er sich mit Phillip II (von Frankreich, nicht von Spanien! Der Spanier ist rund vierhundert Jahre später!) gegen seinen Bruder verbündete. Nach seiner Rückkehr nach England begnadete Richard Löwenherz allerdings seinen Bruder. Nach dessen Tode wurde Johann ohne Land König von England, verlor aber in der dann einsetzenden Auseinandersetzung mit Frankreich einen Großteil seines Herrschaftsgebietes auf dem Kontinent. Der Vers „konnte nur Magerfleisch essen“, könnte also dadurch erklärt werden, dass Johann ohne Land nur das bekam, was ihm sein Bruder übrigließ. Den Karren hat er dann anschließend, in der Auseinandersetzung mit Frankreich, in den Graben gesteuert, so dass es Joan auch egal sein konnte, dass die Ehe getrennt wurde, von dem Königreich war eh nicht mehr viel da. Unklar ist, warum sie Fett essen konnte. Unter Umständen hängt dies damit zusammen, dass die Grafschaft Cloucester an die Krone gefallen war, weil ihr Vater, der Earl of Cloucester, keine männlichen Nachkommen hatte, sie ihr dann aber doch zugesprochen wurde. So gesehen, bekam sie Fett. Da aber für Richard Löwenherz, der auf der Rückreise von Jerusalem festgesetzt worden war, ein enormes Lösegeld bezahlt werden musste, war das Land völlig ausgeblutet, für die Katze, also die Bevölkerung, gab es nur noch einen Knochen. Aber wie bereits gesagt, es wäre ein sehr langwieriges Unterfangen, über das Lied irgendetwas zu sagen, was einen Historiker wirklich überzeugt.
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